Immobilienmarkt Schweiz: Stagnation bei den Preisen

16/01/2018

Lange gab es für die Preise für Wohneigentum in der Schweiz bloss eine Richtung: immer höher. 2017 hat sich der Immobilienmarkt abgekühlt und das Preiswachstum verlangsamt. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen. Die Experten erwarten stagnierende bis leicht steigende Preise und stabile bis leicht steigende Hypothekarzinsen.

 

Schon seit Jahren befeuert das Niedrigzinsumfeld den Schweizer Immobilienmarkt. Die Preise für Eigentumswohnungen sind gemäss Daten des Immobilienberaters Wüest Partner seit 2007 um ganze 41,1 Prozent angestiegen. Oder anders ausgedrückt: Eine Wohnung, die 2007 noch 710'000 Franken kostete, ist inzwischen 1 Million Franken wert (wenn die Altersentwertung unberücksichtigt bleibt). Bei diesem rasanten Preisanstieg war es nur logisch, dass die Nachfrage irgendwann schwinden wird. Bereits 2015 kam es zu einer Stagnation der Preise, 2016 sind diese sogar gesunken. War das also die Wende, weg von einem Anbietermarkt - wo die Verkäufer ihre Preisvorstellungen mehrheitlich durchsetzen können -, hin zu einem Nachfragermarkt mit moderateren Preisen?

Die Antwort lautet wohl: Nein. Im ersten Halbjahr stiegen die Preise für Eigentumswohnungen bereits wieder um 0,3 Prozent an. Und für das kommende Jahr rechnet Wüest Partner schweizweit mit um 0,5 Prozent höheren Angebotspreisen, wie das am Donnerstag veröffentlichte Immo-Monitoring 2018/1 des Unternehmens zeigt.

In der Publikation nennt der Immobilienberater vier Hauptfaktoren, welche die Wohneigentumsnachfrage trotz hoher Preise weiter antreiben: mehr Hypothekarabschlüsse mit Versicherungen und Pensionskassen, eine stabile Realwirtschaft, ein begrenztes Angebot und die teilweise Unterschätzung der Risiken.

Please reload

4 Visions GmbH

Bern

Mingerstrasse 16

3014 Bern

Tel: +41 (0)79 916 11 51

Email: rociopintor@4-visions.ch

www.4-visions.ch

KONTAKTIEREN SIE UNS